Diese Webseite verwendet Google Analytics zur Erfassung von Statistik-Daten in anonymisierter Form. Ein Personenbezug kann nicht hergestellt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Zustimmen Ablehnen

Es aus Liebe tun

Was ich gerade geschildert habe, "den Willen eines Kindes emotional anzunehmen, auch wenn man ihn nicht erfüllen kann", ist nicht unbedingt einfach und auch nicht unbedingt angenehm. Es erfordert die Bereitschaft, negative Gefühle zuzulassen und auf sich zu nehmen.

Aber warum sollte man das tun? Warum sollte man selbst sich mit negativen Gefühlen herumschlagen anstatt sie dem Kind einfach zurückzuballern?

Die Antwort lautet: "aus Liebe natürlich".

Ich möchte jetzt mal behaupten, dass zwischen Eltern und Kindern IMMER Liebe besteht. Es ist zwar eigentlich nur eine These, aber ich bin ziemlich davon überzeugt.

Nun ist es so eine Sache mit der Liebe: Sie ist keineswegs immer als Liebe wahrnehmbar. In all dem Stress, in den man mit Kindern geraten kann, ist es sogar ziemlich häufig so, dass es sich nach allem möglichen anderen aber nicht nach Liebe anfühlt.

Und trotzdem weiß man es. Wenn man auf die oberflächliche Wahrnehmung nicht hereinfällt, dann weiß man es in aller Klarheit. Es ist ein Wissen jenseits aller oberflächlichen Wahrnehmungen des Alltags.

Gut. Ich weiß es. Ich vermute aber, dass es doch etliche Menschen gibt, die jenes Wissen jenseits der Wahrnehmungen des Alltags nicht kennen.

Deshalb tun wir jetzt folgendes:

Ab hier nehmen wir einfach an, dass diese Liebe da ist - ABSOLUT IMMER - auch wenn wir sie nicht immer oder sogar ziemlich häufig nicht als solche wahrnehmen.

Und dann setzen wir diese Liebe ein. Wir setzen sie ein, um bestimmte Dinge "für unsere Kinder zu tun", die vielleicht nicht immer angenehm sind. Wir nehmen Dinge auf uns, die vielleicht teilweise, eine ziemlich große Herausforderung darstellen. Und wir tun das aus Liebe.

Liebe ist der Grund und Liebe ist der Antrieb,

um über uns hinauszuwachsen,

um Dinge tun zu können, zu denen wir sonst niemals fähig wären.

Jetzt weiß ich nicht so genau, wieviele von denen, die das lesen, wissen, wovon ich rede?

Für die, die es wissen, sollte klar sein, worum es geht - ich bräuchte eigentlich nicht weiterreden.

Aber für die anderen:

Was passiert, wenn wir Dinge aus dem Wissen um eine Liebe heraus tun, die vielleicht als Gefühl nicht besonders präsent in unserem Leben ist, weil Alltagsstress, Probleme und Sorgen sie aus der Wahrnehmung herausgedrängt haben?

Wir holen damit diese Liebe in unser Leben und unseren Alltag zurück.

Wir handeln aus dem Glauben an diese Liebe heraus. Und der Glauben versetzt ja bekanntlich Berge. In diesem Fall ist der Berg, der versetzt wird, die Liebe zu unseren Kindern, die in die Wahrnehmung unseres Alltags zurückkommt.

nächstes Kapitel: Energiekonflikt (Konflikte / negative Gefühle)
Stichworte:
Alltagsstress
Willen
Glauben
Herausforderungen